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Der Verwalter muss als Abrechnung eine geordnete, für den Wohnungseigentümer ohne Hinzuziehung eines Fachmannes verständliche und übersichtliche Einnahmen- und Ausgabenrechnung vorlegen, die in eine Gesamtabrechnung und Einzelabrechnung aufzugliedern ist.

Die Abrechnung besteht in der Regel aus folgenden Bestandteilen:

Es sind in einer geordneten und übersichtlichen Aufstellung sämtliche tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben des betreffenden Wirtschaftsjahres aufzuführen.

Aus der Gesamtabrechnung, d.h. aus der aufgegliederten Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben, sind die Einzelabrechnungen abzuleiten.

In der Einzelabrechnung für den einzelnen Wohnungseigentümer ist der auf sein Wohnungseigentum entfallende Anteil an den Gesamtausgaben und der von ihm geleisteten Wohngeldvorauszahlungen – unter Angabe der angewendeten Umlageschlüssel – gegenüberzustellen.

Außerdem ist in der Jahresabrechnung die Entwicklung der Instandhaltungsrücklage darzustellen. Es sind die tatsächlichen Zahlungen der Wohnungseigentümer auf die Rücklage als Einnahmen darzustellen und zusätzlich auch die geschuldeten Zahlungen anzugeben(BGH, Urteil vom 4. Dezember 2009 – V ZR 44/09 –).

Die Jahresabrechnung muss zudem die Kontenübersicht enthalten. Es ist die Entwicklung aller Konten der Wohnungseigentümergemeinschaft darzustellen. In die Abrechnung muss der Kontenstand zu Beginn und zum Ende des Wirtschaftsjahres aufgenommen werden. Der Anfangsbestand der Konten, multipliziert mit den Geldzuflüssen und unter Abzug der Ausgaben der Wohnungseigentümergemeinschaft muss den rechnerisch richtigen Endbestand der Konten ergeben.

Wird die Wohnungseigentumsanlage zentral beheizt, sind in die Jahresgesamtabrechnung alle im Abrechnungszeitraum geleisteten Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung von Brennstoff stehen, aufzunehmen. Für die Verteilung in den Einzelabrechnungen sind dagegen die Kosten des im Abrechnungszeitraum tatsächlich verbrauchten Brennstoffs maßgeblich. Der Unterschiedsbetrag ist in der Abrechnung verständlich zu erläutern (BGH, Urteil vom 17. Februar 2012 – V ZR 251/10 –).